Et voilà

Liebe Freunde des frankophonen Films,

auch in diesem Jahr wird es in der Neuen Filmbühne (Bonn) und im ODEON (Köln) Französische Filmtage nach dem seit über 10 Jahren bewährtem Muster geben. Wie in den letzten Jahren sind wir stolz Ihnen 13 neue französische Filme präsentieren zu können. Fast alle Filme kommen direkt von den Festivals in Cannes und München nach Köln. Wie jedes Jahr versuchen wir das gesamte Spektrum des Französischen Films abzudecken.

Eröffnen werden wir mit der Komödie „Il a déjà tes yeux – Zum verwechseln ähnlich“. Das ist der neue Film von und mit dem „Triff die Elisabeths!“-Macher Lucien Jean-Baptist. In seiner neuen Komödie lässt Jean-Baptist ein Schwarzes Paar ein weißes Baby adoptieren und damit die Vorurteile so aufeinander krachen wie Philippe de Chauveron in seinem Publikumsliebling „Monsieur Claude und seine Töchter“.

In „Le petit Locataire – Das unerwartete Glück der Familie Payan“ von Nadège Loiseau mit Karin Viard aus „Verstehn sie die Belliers“ wirbelt eine späte Schwangerschaft eine ganze Familie gehörig durcheinander.

„Paris pieds nus – Lost in Paris“ von und mit Dominique Abel und Fiona Gordon schlägt dagegen schon leisere Töne an. Die Filme der Tänzer Dominique Abel und Fiona Gordon sind durch ihren tänzerischen Bezug zu den Slapstick Anfängen der Kino­unter­haltung etwas ganz besonderes. In ihrem aktuellen Film ist neben Pierre Richard die kürzlich verstorbene Emmanuelle Riva in einer ihrer letzten Rollen zu sehen, die mit Alain Resnais „Hiroshima mon amour“ und Michael Hanekes „Amour“ unsterblich geworden ist.

Mit „Ce qui nous lie – Der Wein und der Wind“ von Cédric Klapisch und „Chez nous – Das ist unser Land!“ von Lucas Belvaux zeigen wir zwei Familien-Dramen, wobei der gegen den Rechtspopulismus gerichtete „Chez nous“ an Aktualität kaum zu übertreffen ist.

Der Dokumentarfilm „Robert Doisneau – Das Auge von Paris“ porträtiert den berühmten Fotografen und seine Sujets Paris und seine Bewohner.

Mit „Le mort de Louis XIV – Der Tod von Ludwig XIV“ von Albert Serra und „Une vie – A woman’s life“ von Stéphane Brizé („Der Wert des Menschen“) finden sich dieses Jahr auch wieder zwei historische Filme im Programm, wobei „Une vie“ den berühmten gleichnamigen Roman von Guy de Maupassants verfilmt.

Nicht ganz so weit zurück in der Zeit geht „Un Sac de billes – Ein Sack voll Murmeln“ von Christian Duguay mit Patrick Bruel („Der Vorname“), Elsa Zylberstein („Der Tango der Rashevskis“) und Christian Clavier („Monsieur Claude“) nach dem gleichnamigen auf eigenen Erfahrungen basierenden Roman von Joseph Joffo, über die Flucht zweier jüdischer Brüder aus dem von den Deutschen besetzen in den unbesetzten Teil Frankreichs.

Der einzige Film des Festivals der schon in den Kölner Kinos zusehen war ist „Ma vie de Courgette – Mein Leben als Zucchini“ von Claude Barras. Dieser Oscar nominierte Stopmotion-Trickfilm für Erwachsene mit der Musik von Sophie Hunger, der auf den Festivals der Welt mit Preisen überschüttet wurde, ist so genial, dass wir ihn unbedingt auch in unseren Kinos zeigen wollen.

Unser Abschlussfilm wird „Dalida“ von Lisa Azuelos über die berühmte französische Chanson-Sängerin sein. Im Anschluss erfolgt wie in jedem Jahr die Bekanntgabe des Publikumspreisträgers.

Natürlich freuen wir uns auch darauf bei den beiden Empfängen jeweils nach dem Eröffnungsfilm und dem Abschlussfilm mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Ein spannendes Festival wünschen

Jürgen Lütz und Martin Roelly

PS: Um Ihnen das Anschauen vie­ler Filme zu erleich­tern, gibt es – wie in den letz­ten Jah­ren – einen Festival-Pass, mit dem Sie alle Festival-Filme für ins­ge­samt 40,– € anschauen können.