Et voilà 2017

Liebe Freunde des frankophonen Films,

auch in diesem Jahr wird es in der Neuen Film­bühne (Bonn) und im ODEON (Köln) Franzö­sis­che Film­tage nach dem seit über 10 Jahren bewährtem Muster geben. Wie in den let­zten Jahren sind wir stolz Ihnen 13 neue franzö­sis­che Filme präsen­tieren zu kön­nen. Fast alle Filme kom­men direkt von den Fes­ti­vals in Cannes und München nach Köln. Wie jedes Jahr ver­suchen wir das gesamte Spek­trum des Franzö­sis­chen Films abzudeck­en.

Eröff­nen wer­den wir mit der Komödie “Il a déjà tes yeux – Zum ver­wech­seln ähn­lich”. Das ist der neue Film von und mit dem „Triff die Elisabeths!“-Macher Lucien Jean-Bap­tist. In sein­er neuen Komödie lässt Jean-Bap­tist ein Schwarzes Paar ein weißes Baby adop­tieren und damit die Vorurteile so aufeinan­der krachen wie Philippe de Chau­veron in seinem Pub­likum­sliebling „Mon­sieur Claude und seine Töchter“.

In “Le petit Locataire – Das uner­wartete Glück der Fam­i­lie Payan” von Nadège Loiseau mit Karin Viard aus „Ver­stehn sie die Bel­liers“ wirbelt eine späte Schwanger­schaft eine ganze Fam­i­lie gehörig durcheinan­der.

“Paris pieds nus – Lost in Paris” von und mit Dominique Abel und Fiona Gor­don schlägt dage­gen schon leis­ere Töne an. Die Filme der Tänz­er Dominique Abel und Fiona Gor­don sind durch ihren tänz­erischen Bezug zu den Slap­stick Anfän­gen der Kino­unter­haltung etwas ganz beson­deres. In ihrem aktuellen Film ist neben Pierre Richard die kür­zlich ver­stor­bene Emmanuelle Riva in ein­er ihrer let­zten Rollen zu sehen, die mit Alain Resnais “Hiroshi­ma mon amour” und Michael Hanekes “Amour” unsterblich gewor­den ist.

Mit “Ce qui nous lie – Der Wein und der Wind” von Cédric Klapisch und “Chez nous – Das ist unser Land!” von Lucas Bel­vaux zeigen wir zwei Fam­i­lien-Dra­men, wobei der gegen den Recht­spop­ulis­mus gerichtete “Chez nous” an Aktu­al­ität kaum zu übertr­e­f­fen ist.

Der Doku­men­tarfilm “Robert Dois­neau – Das Auge von Paris” porträtiert den berühmten Fotografen und seine Sujets Paris und seine Bewohn­er.

Mit “Le mort de Louis XIV – Der Tod von Lud­wig XIV” von Albert Ser­ra und “Une vie – A woman’s life” von Stéphane Brizé (“Der Wert des Men­schen”) find­en sich dieses Jahr auch wieder zwei his­torische Filme im Pro­gramm, wobei “Une vie” den berühmten gle­ich­nami­gen Roman von Guy de Mau­pas­sants ver­filmt.

Nicht ganz so weit zurück in der Zeit geht „Un Sac de billes – Ein Sack voll Murmeln“ von Chris­t­ian Duguay mit Patrick Bru­el (“Der Vor­name”), Elsa Zyl­ber­stein (“Der Tan­go der Rashevskis”) und Chris­t­ian Clavier (“Mon­sieur Claude”) nach dem gle­ich­nami­gen auf eige­nen Erfahrun­gen basieren­den Roman von Joseph Jof­fo, über die Flucht zweier jüdis­ch­er Brüder aus dem von den Deutschen beset­zen in den unbe­set­zten Teil Frankre­ichs.

Der einzige Film des Fes­ti­vals der schon in den Köl­ner Kinos zuse­hen war ist „Ma vie de Cour­gette – Mein Leben als Zuc­chi­ni“ von Claude Bar­ras. Dieser Oscar nominierte Stop­mo­tion-Trick­film für Erwach­sene mit der Musik von Sophie Hunger, der auf den Fes­ti­vals der Welt mit Preisen über­schüt­tet wurde, ist so genial, dass wir ihn unbe­d­ingt auch in unseren Kinos zeigen wollen.

Unser Abschlussfilm wird „Dal­i­da“ von Lisa Azue­los über die berühmte franzö­sis­che Chan­son-Sän­gerin sein. Im Anschluss erfol­gt wie in jedem Jahr die Bekan­nt­gabe des Pub­likum­spreisträgers.

Natür­lich freuen wir uns auch darauf bei den bei­den Empfän­gen jew­eils nach dem Eröff­nungs­film und dem Abschlussfilm mit ihnen ins Gespräch zu kom­men.

Ein span­nen­des Fes­ti­val wün­schen

Jür­gen Lütz und Mar­tin Roel­ly

PS: Um Ihnen das Anschauen vie­ler Filme zu erleich­tern, gibt es – wie in den letz­ten Jah­ren – einen Fes­ti­val-Pass, mit dem Sie alle Fes­ti­val-Filme für ins­ge­samt 40,– € anschauen kön­nen.